08.08.2018 Fahrtengruppe Stamm St. Jörg

Fahrtenblog #9

SANKT JÖRG goes Deep – For real!

Wir hatten mal wieder verschlafen. GEWISSE PERSONEN können wohl keine Wecker stellen. So wirklich allerdings störte das niemanden. Doch der Morgen startete abwechslungsreich. Es wurde zuerst ausgiebig und deftig gefrühstückt und dann abgebaut, man will ja nicht in Monotonie verfallen! Die Strategien, wie man am meisten Marmelade auf einen Fladen (mehr stand einer Person nicht zu) bekommt – sie zeigten alles, was die menschliche Natur an Kreativität zu bieten hat, vorallem in Zeiten großen Appetits. Schließlich wurden die allmorgendlichen Mineralpartypillen eingeschmissen (Eisen und Vitamin C ballern hart), gedehnt und ab ging es! Erst bergab, dann nur noch bergauf. Brutal bergauf. Die Waden, die brannten.

Dann entdeckten wir den Einstieg zu einer Schlucht und stürzten uns direkt ins Abenteuer. Erst rutschten wir Stein um Stein nach unten, dann, als es wirklich losging, weiter an Eisenseilen und Ketten, teils senkrecht, immer tiefer hinein zwischen die hohen Felswände. Wir kämpften uns hinunter, blickten erfürchtig die riesigen Felswände hinauf und erreichten nach einiger Zeit und vielen vielen Rutschpartien und Klettereinlagen den Einstieg zu einer weiteren Höhle. Diese lag inmitten einer unfassbar riesigen Doline. Wir aßen Butterkekse (sehr buttrig) und machten uns zu Fünft auf, die Höhle zu entdecken. Diese war etwas absolut einzigartiges. Erst einmal war sie unfassbar groß. Dann floß in ihr, unterirdisch ein Fluss, durch den wir uns über Felsen kämpften. Ach, jede Beschreibung würde dieser spektalären Natursensation nicht gerecht werden. Das muss man einfach gesehen haben. Nur noch einmal: es war absolut fanszinierend.

Nach diesem Erlebniss mussten wir, zur allgemeinen Freude, aus der Schlucht natürlich auch wieder hinaus. Wir kletterten also lange, steil und mühsam zurück in den Wald. Hier ging es gnadenlos weiter nach oben. Während einige ihre Liebe zum wandern im Gebirge neu entdeckten, errinerten sich andere, warum sie diese nie besessen hatten. Es war eine Qual. Da konnten auch großzügige Ein-Fladen-Frühstücke und leere Wasserflaschen nichts dran ändern. Wir jagten uns weiter gnadenlos hoch, bis zu dem Versprochenen Aussichtsplateau, dass den Blick auf eine weitere beeindruckende Schlucht freigab. Endlich war es Zeit für Pause – und den nächsten Fladen. Reichlich mit Käse und Gemüsepampe bestrichen, konnte dieser immerhin ein wenig sättigen. Nach kurzem ausruhen und einigen Nickerchen ging es dann ins Tal, zur Quelle, zum Wasser! Wir brauchten es. Die Quelle war gefunden, und: bestand aus einem kleinen Rinnsal. Einem sehr kleinen. Nach flotten 30 Minuten waren alle Flaschen gefüllt und um kurz vor sieben setzten wir zum großen Finale unserer Tortur an. Diese endetet, nach noch einigen noch gelaufenen Höhenmetern im Wald, mitten auf einem Wanderweg. Auf diesen setzten wir gandenlos und absolut erschöpft unsere Kohten. Das langersehnte Chilli war schnell gekocht (auch wenn es aufgrund von Tomatensaft statt Soße eher zu einer Suppe wurde) und wir gönnten uns zum Abschluss des bisher mit Abstand härtesten Tages noch eine Kanne Tee. Himmlisch.

Nun aber ist es Zeit die Waden zu masieren, die Oberschenkel zum entspannen und sich ein wenig selbst zu bemitleiden. Das kriegen wir gerade noch so hin.

Sankt Jörg: Für uns keinen Zug, wir werden High zu Fuß!

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